Ein kurzer Überblick
Das Hildener Musical zum Jugendkulturjahr 2005 wurde von Matthias Kaufmann geschrieben und trägt den Namen "Niggel und der Rote Schatten". Es erzählt eine Fabel, die der Fachmann wohl als klassische Reisestory bezeichnen würde. Wir werden in die arbeitsreiche Welt der Hühner versetzt, in der es strenge Regeln und Gesetze gibt, bei deren Nichtbeachtung ein Huhn mit tödlicher Sicherheit vom Roten Schatten bestraft wird. Der Rote Schatten, eine mystische Gestalt aus der Hühnerwelt, ist eine Art geisterhafter Fuchs, der sich einmal im Jahr aus dem Dunkel des Waldes löst, um alle Hühner zu holen, die faul waren, eitel oder nicht fürsorglich. Er verschlingt sie und ihre ganze Sippe, um sie dann zu seinesgleichen - zu Schatten - zu machen. Fortan müssen sie im Wald als Schatten der Bäume für ihren grausamen Herrn arbeiten. Ein Weg, um den schrecklichen Fängen des Roten Schattens zu entgehen, besteht darin, "einen zu beschützen, der kein Huhn ist". Demzufolge lebt Niggel, ein junger Hase, als Pflegekind auf dem Hühnerhof und fristet dort sein wohlbehütetes Dasein. Die ganze Idylle gerät dramatisch aus den Fugen als sich das Gerücht verbreitet, der Rote Schatten treibe auf den Nachbarhöfen sein Unwesen und lasse scharenweise das Geflügel verschwinden. Dann tauchen auch noch zwei seltsame Fremdlinge auf, die sich als Schaf Dracula und Baron von Frankenschwein vorstellen. Kurz nach ihrer Ankunft wird auch Niggels Hof überfallen und fast komplett leer geräumt und er beschließt, sich auf die Suche nach dem Roten Schatten zu machen, um seine "Familie" zu befreien. Auf seiner Reise schließen sich ihm äußerst eigenwillige Begleiter an, die nicht alle nur Gutes im Schilde führen. Eine hoffnungslos untalentierte Artistentruppe, bestehend aus einem kalauernden Dingo, einer falschherumgestreiften Katze und einer "Tolerantel" sind ebenso dabei wie ein morscher alter Adler, der aus der bunten Gesellschaft eine schlagkräftigen Armee gegen den unheimlichen Schattenfuchs formen will. Nach einigen Umwegen und Überraschungen scheint ein Zusammentreffen der Protagonisten mit dem Roten Schatten auf einer Waldlichtung unausweichlich. Allerdings bringt diese Begegnung eine unerwartete Wendung mit sich…

Die Musik zu "Niggel und der Rote Schatten" steht in enger Verbindung zu ihren Charakteren. Die Hühner tanzen ein aufgeregtes Ballett zu einem "Quickstep", Niggels Thema mausert sich von einem kindlichen Walzer zu einer reiferen Pop-Ballade, der Adler krächzt im nicht ganz wagnerischen Heldentenor und das Schaf Dracula singt eine irrwitzige Blutpolka. Der Vegetarier-Funk bringt ebenso eine neue Farbe in den musikalischen Ausdruck des Musicals wie der Song des Heavy-Metal-Huhns. Das begleitende Orchester wird also aus klassischen Instrumentalisten, Pop- und Jazz-Musikern zusammengestellt werden, damit das gesamte Spektrum der verschiedenen Stilrichtungen abgedeckt werden kann.
Kontakt: Ulrike Hase (Sekretariat) 02104/1384861
e-mail: niggel(at)uweha.de

