Violine

Violine, auch Geige genannt. englisch: violin

Geschichte

Die Violine ist Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden. Sie kristallisierte sich aus der Viole-da-braccio-Familie heraus, man weiß allerdings nicht genau, wann dies geschah.

Die ersten Geigen kamen aus Italien. Für die Stimmlagen Sopran, Tenor und Baß galt von Anfang an die Quintenstimmung, wobei nur drei Saiten, später vier Saiten angenommen wurden. Andrea Amati hat wohl um 1550 als erster aus der dreiseitigen Dikantvioline die erste vierseitige Violine entwickelt.

Die Violine nahm in der Musik des Barocks, der Klassik und der Romantik, d. h. also der drei größten Abschnitte der europäischen Musikgestaltung eine Vorrangstellung ein.

Sie entwickelte sich aus ihren Vorformen als Spielmannsinstrument zur Tanz- und Gesangsbegleitung. Allerdings hat sie sich zugleich als Soloinstrument wie auch als Ensembleinstrument bewährt und durchgesetzt. Kein klassisches oder modernes Orchester wäre ohne Violinen denkbar.

Wie nicht nur das Aussehen der Geige hat sich auch die Haltung anders entwickelt. Im 17. Jahrhundert wurde die Geige z. B. seitlich oder vorne an der Brust gehalten. Auch die Haltung vorne an der Schulter war gebräuchlich. Überall wurde der kurze Bogen verwendet, dessen Haare durch den Daumengriff gespannt wurden.

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