Kontrabass

Geschichte
Der Kontrabaß stammt, wie alle Streichinstrumente, von der Viola da gamba ab. Das sieht man ihm auch heute noch genau an, denn von allen drei Streichinstrumenten (Violine, Viola und Cello) ist seine Herkunft optisch noch am deutlichsten zu erkennen. Sein Hals ist kürzer, die Zarge breiter und ihr oberer Teil spitzer zulaufend. Außerdem ist der Boden häufig flach und abgedacht. Der erste richtige Kontrabaß ist 1566 in einem Turnierbuch von Jost Amman abgebildet worden. Im 17. und 18. Jahrhundert versuchte man die Form des Kontrabasses erneut zu verändern,erkannte aber bald, daß dies unnötig ist und übernahm nur die Schnecke und die F-Löcher der sogenannten Viola da braccio-Form . Außerdem baute man im 17. Jahrh. auch sogenannte Riesenkontrabässe, die mitunter 2,5 Meter groß sind. Sie sind die größten je gebauten Streichinstrumente und wurden mit7 Saiten bezogen (Tip für London-Reisende:Im Victoria and Albert Museum ist so ein Baß zu sehen).Die Entwicklung des Kontrabasses wurde oft durch Inkonsequenz und Uneinigkeit bei den Baßbauern gestört. Zum Beispiel verlangte J.Quantz(Wohl der berühmteste Flötist aller Zeiten, der in frühen Jahren auch Kontrabaß gespielt hatte) die Einführung von Bünden. Dises setzte sich aber auch nur kurfristig durch. Außerdem wurde über die Anzahl der Saiten gestritten.
Drei, vier oder sechs Saiten standen zur Debatte, aber dann einigte man sich auf einen Kompromiß: fünf Saiten.Dieser wird auch heute noch (allerdings selten) angewandt. Aber da der Druck auf Boden und Decke bei der fünf- und sechssaitigen Bespannung zu groß war, blieb den Streithähnen nichts anderes übrig, als auf die viersaitge Bespannung zurückzugreifen. Diese ist heute die Standardbespannung aller Kontrabässe. Vernünftiger wäre es allerdings gewesen, wenn man bei der alten dreisaitigen Bespannung geblieben wäre, da sie schlicht und einfach besser klingt. Aber die große Frage war, wie man auch bei der viersaitigen Bespannung E A D G Töne unter dem tiefen E spielen kann. Da dies oft und gerne von den Komponisten dieser Zeit gefordert wurde, wurde der Erfindergeist vieler Baßbauer angeregt. Die sogenannten C-Maschinen, die von Bruno Keyl und Max Poike erfunden wurden, brachten die Lösung -sie sind allerdings heute nicht mehr im Einsatz. Der Bassist verläßt sich heutzutage wieder auf die fünfsaitige Lösung.