Oboe
Geschichte
Die Oboe,auch Hoboe genannt (aus dem frz. hautbois = hohes Holz), wurde zwischen 1775v.Chr.-1575v.Chr. entwickelt und wanderte über Altgriechenland über Arabien und Sizilien nach Westeuropa. Die heutige Oboe bauten Jean de Hotterre und M. Philichar um 1660. Ihre Vorgänger sind die Melodiepfeife, die Sackpfeife, das bis 1200 in Europa genannte "wälsches Rohr", die Bomharte und die (von 1400) Schalmei. Die Unterschiede bestehen darin, daß der Ansatz verändert wurde. Bei der Oboe wird das Doppelrohrblatt mit den Lippen gefasst und nicht ganz in die Mundhöhle geschoben, dadurch kann man exakter spielen und die Piroette fällt weg. Der Ton entsteht wenn das Blatt Schwingungen erzeugt und diese, die Luftsäule im Inneren der Röhre zum Klingen bringen. In Deutschland hat die Oboe eine konisch Bohrung, in Frankreich eine zylindrische, was den deutschen Ton heller klingen läßt. Der Ton allgemein klingt leicht nasal, in den Höhen etwas gequetscht und der menschlichen Stimme am nächsten, außerdem ist der Klang obertonreich. Die Oboe hat einen Tonumfang von b-c4, dazu braucht man 3 Oktavlöcher von 16-22 Löchern, wovon 6 mit den Fingern geschlossen werden und der Rest mit einem komplizierten Klappenmechanismus. Das 3. Oktavloch wurde aber erst im 18. Jahrhundert erfunden. Die wichtigsten Veränderungen wurden von Georges Gillet und Adolphe Lucien Lorée vorgenommen, die durch durchgebrochene Deckelklappen die Ringklappen ersetzten, was viele Triller erleichtert. Andere Veränderungen machten Guillaume Triébert mit dem Oboisten Henri Brod und seinen Söhnen Charles-Louis und Frédéric. Die Oboe mit den Verbesserungen von Lorée und Triébert wird heute in fast allen Ländern der Welt gespielt, bis auf Österreich, wo man die von Hermann Zulege spielt,weil diese die Höhen besser erreicht als die Französische Oboe.
Es gibt auch andere Oboenarten:
Die Oboe d’amore, auch Liebesoboe genannt, klingt eine Terz tiefer als die Oboe und steht in A. Sie war von 1720- Ende des 18. Jahrhunderts in Europa sehr beliebt und hat ihren Namen von ihrem zarten, milden Klang. Die Bauweise unterscheidet sie von der Oboe nur, weil sie einen birnenförmigen Liebesfuß hat.