Trompete

Geschichte

Die historische Entwicklung der Trompeteninstrumente lässt sich bis in die vorgeschichtliche Zeit zurückverfolgen. Als Material dienten anfangs Naturprodukte wie Muscheln , Knochen , Stosszähne, Tierhörner, oder Bambus, später Rinde, Elfenbein und Ton. In der Zeit vor der Verwendung von Metall fehlte in der Regel ein besonderes Mundstück und oft auch ein Schalltrichter.

Zu den außereuropäischen Vorfahren der Trompete gehören unter anderen auf Zypern gefundene Tontrompeten (4 Jh. v. Chr.) und altägyptische Metall-trompeten. Die Römer kannten neben dem kurzen Signalinstrument Lituus eine langgestreckte Bronzetrompete mit Knochen- oder Hornmundstück, welche bei militärischen, kultischen und festlichen Anlässen gespielt wurde. Die aus Blech hergestellte Trompete kam aus dem Orient nach Europa im Gefolge der Kreuzzüge und Arabereinfälle.

Als älteste Trompetenart in Europa gilt die langgestreckte Busine ( um 1100 ). Daneben waren Holztrompeten bis ins 14. Jh.. üblich. Im 15. und 16. Jh.. forderte das Streben nach größerer Tontiefe eine Verlängerung bzw. eine Biegung der Röhre. Aus der Busine entstand die einwindige Naturtrompete, die bis ins 19.Jh.. im wesentlichen die gleiche Form behielt. Bis in das 15. Jh. gab es eine Vielzahl von Größen von etwa 80 cm bis übermannsgross, danach behauptete sich ein mittlerer Typ von 120 cm Rohrlänge. In der 2. Hälfte des 15. Jh. setzte sich die schlaufenartige Windung durch. Die manchmal bizarren Formen(u.a. Zickzack-Brezel und S-Form) verschwanden.

Die Trompeten wurden von Goldschmieden und Orgelbauern angefertigt, schon 1297 sind in Paris Trompetenmacher nachweisbar.

Im Mittelalter wurden die Trompeten von fahrenden Spielleuten zusammen mit Schalmeien zum Tanz gespielt. Seit der 2. Hälfte des 15. Jh. wurden die Trompeter an Höfen seßhaft. Ihre Aufgabenbereiche, unterhaltendes Spiel und das Blasen von Signalen in Kriegswesen und bei repräsentativen Anlässen, umschreiben die Bezeichnung Trompete de menestrel und de guerre ( am burgundischen Hof um 1420 ).

Bis um 1300 standen dem Trompeter wahrscheinlich nur bis zu vier Naturtöne zur Verfügung, im 15. Jh.. sechs bis acht. Die Spielweise beschränkte sich zunächst auf schmetterndes Blasen mehrerer Trompeten oder auf einfache Signale. Bei der Begleitung von Tänzen spielte der Trompeter nur zwei bis drei Töne.

Auf den ventillosen Trompeten ( Naturtrompeten ) waren nur die Naturtöne verfügbar, die Grundstimmung dieser Instrumente mußte mit der Tonart der Komposition übereinstimmen. Seit der 2. Hälfte des 18. Jh. wurde mit zahlreichen Erfindungen der Tonvorrat chromatisch erweitert. Dieses geschah durch verlängerte Setzstücke, Klappen, Züge und vor allem durch Ventile. Dies bedeutete das Ende des Clarinblasens, das Privileg der angesehenen Trompeterzunft erlosch.

Voll genutzt wurden die Ventile, welche von Blühmel erfunden wurden, beim Trompetenbau seit 1830. Die Ventiltrompeten in B und Es setzten sich bis um 1840 in Militärkapellen und die in F bald danach auch in den Symphonieorchestern durch. Das Standardinstrument seit etwa 1890 ist die Trompete in B (umstellbar nach A) mit dem Umfang f-d. Daneben werden (abgesehen von Sonderformen wie der Aida-Trompete ) die Trompeten in C, D und Es sowie die zum Beispiel von R. Wagner im Ring des Nibelungen geforderte Bass-Trompete ( mit 4. Ventil ) in C verwendet.

Virtuose Trompetenmusik komponierten im späten 17. Jh.. und im 18. Jh. Giuseppe Torelli, D. Gabrielli, A. Vivaldi und Giuseppe Jacchini.

Konzerte für Trompeten schrieben unter anderen L. Mozart, J. Haydn und J. N. Hummel, im 20. Jh. A. Jolivet, P. Hindemith und B. A. Zimmermann. In neuer Musik wird die Trompete auch kammermusikalisch eingesetzt, so bei G. Enescu, B. Martinu°, P. Hindemith und J. Francaix.

Im Jazz hat die Trompete, vornehmlich mit Pumpventilen, um 1928 zunehmend das Kornett abgelöst. Berühmte Jazztrompeter sind Louis Armstrong, Bix Beiderbekke, Dizzy Gillespie und Miles Davies.

You do not have the Flash plugin installed, or your browser does not support Javascript. Both are required to view this Flash movie.
You do not have the Flash plugin installed, or your browser does not support Javascript. Both are required to view this Flash movie.
You do not have the Flash plugin installed, or your browser does not support Javascript. Both are required to view this Flash movie.